Technik
Füllkraft und cuin
Die Füllkraft misst, wie viel Volumen eine bestimmte Menge Daune einnimmt. Angegeben wird sie meist in cuin, also Kubikzoll je Unze. Höhere Werte bedeuten voluminösere Daunen und damit mehr eingeschlossene Luft, und Luft ist das, was wärmt.
Warum die Zahl wichtiger ist als das Gewicht
Zwei Decken mit je 500 Gramm Füllung können sich stark unterscheiden. Steckt in der einen Daune mit 700 cuin und in der anderen Daune mit 400 cuin, ist die erste spürbar wärmer und bauschiger, bei identischem Gewicht.
Umgekehrt heißt das: Ein hohes Füllgewicht ist kein Qualitätsmerkmal. Es kann sogar das Gegenteil bedeuten, nämlich dass viel einfache Ware nötig war, um überhaupt Wärme zu erzeugen.
Welche Werte gut sind
| cuin | Einordnung |
|---|---|
| unter 400 | einfache Ware, oft mit hohem Federanteil |
| 400 bis 600 | solider Mittelbau, der Großteil des Marktes |
| 600 bis 700 | gut, spürbar leichter bei gleicher Wärme |
| über 700 | sehr gut, Preis steigt deutlich |
Die Angabe fehlt oft
Bei vielen Decken im Handel steht die Füllkraft überhaupt nicht dabei. Das ist selten Zufall. Wer gute Daune verarbeitet, nennt den Wert, weil er das Produkt verkauft. Fehlt er, lohnt der Blick auf die anderen Angaben: Daunenanteil in Prozent, Füllmenge in Gramm, Herkunft.
Es gibt zwei Messnormen, eine amerikanische und eine europäische, und sie liefern unterschiedliche Zahlen für dieselbe Daune. Ein Vergleich zwischen zwei Herstellern trägt deshalb nur, wenn beide dieselbe Norm nennen. Auch das steht selten dabei.
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